Vogtei Kleeburg

Diese Vogtei, eingerahmt von den Flüssen Selzbach und
Lauter, besteht aus zwei Teilen, die ihre Namen von den beiden Schlössern
Kleeburg und Catharinenburg tragen.

Schloss Kleeburg ist auf einem festen Grund errichtet.
Kaiser Maximilian nahm es dem Kurfürsten Philipp [1504] weg und gab es,
zusammen mit den dazu gehörenden Dörfern, an Herzog Alexander von Zweibrücken.

Diese Dörfer sind Rott, Steinselz, in denen der Bischof von
Speyer den Vogt setzte, Oberhofen (diese drei sind ein Lehen des Kapitels in
Weißenburg), Ingolsheim, Hunsbach und Hofen.

Johann Casimir, Bruder Johanns II., des Herzogs von
Zweibrücken, begann 1620 mit dem Bau des Schlosses Catharinenburg. Er nannte es
nach seiner Gemahlin Katharina, der Schwester Gustav Adolfs, des
Schwedenkönigs. Karl Gustav, ihr Sohn, bestieg den schwedischen Thron nach der
Abdankung der Königin Christina [als Karl X.], und übergab es seinem Bruder
Adolf Johann. Gustav Samuel vereinigte es wieder 1718 mit dem Herzogtum Zweibrücken.

Die Herzöge von Zweibrücken kauften im Lauf des 17.
Jahrhundert nacheinander die Dörfer Birlenbach, Kefenach und einen kleinen Teil
von Bremmelbach.

Histoire des dix villes: jadis libres et impériales de la
préfecture de Haguenau. Selon Schöpflin. Colmar 1825. S. 220 – 224

Bilder: Kleeburg (oben), Bremmelbach (Mitte), Birlenbach (unten), alle vom S. Jakobsweg aus gesehen